Telematik

qode interactive strata

1/2018 QZ Koblenzer Gynäkologen

Am Montag den 15 Januar 2018 um 19:00 wird in DIEHLS HOTEL Rheinsteigufer 1, 56077 Koblenz, Raum E-Stein 2, die erste QZ vor dieses Jahr mit Thema Telematikinfrastruktur statt finden.

 

Der Herr Dirk Zietmann ,Informationssicherheitsbeauftragter KV – RLP , informiert uns was genau Telematiinfrastruktur bedeutet und wie alles funktioniert. Wie viel dass alles kostet und  wer dass bezahlt etc. Seine Vortrag dauert ca 30 min und dann dürfen wir unsere Fragen stehlen.

 

Der Herr Klaus Stein, Firma CGM, Telematikinfrastruktur , presäntiert uns die Geräte und antwortet unsere Fragen.  

 

Telematik

Eine Kommunikationsplattform für alle: Die Telematikinfrastruktur (TI) soll alle Akteure des deutschen Gesundheitswesens vernetzen. Sämtliche Online-Anwendungen wie der Versand elektronischer Arztbriefe oder Telekonsile sollen künftig über die TI laufen.

Komponenten wie die Kartenterminals für die Gesundheitskarten oder die Konnektoren, die die Verbindung zwischen Praxis und sicherer Datenautobahn herstellen, müssen aufwändige Testverfahren bestehen und zugelassen werden. So entsteht ein geschütztes, sektorenübergreifendes Netzwerk. Die Nutzung ist nur nach eindeutiger Identifikation mit dem Praxisausweis Security Module Card Typ B (SMC-B) möglich. Bis zum 1. Januar 2019 sollen alle Arzt- und Psychotherapeutenpraxen sowie Krankenhäuser an die TI angeschlossen sein.

Mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sind bereits jetzt alle Versicherten der Gesetzlichen Krankenkassen ausgestattet, derzeit wird sie jedoch nur offline genutzt. Sobald die TI zur Verfügung steht, werden auch Online-Anwendungen mit der eGK möglich sein. Als erste Anwendung hat der Gesetzgeber das sogenannte Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) vorgeschrieben, die Aktualisierung der Versichertendaten wie Name und Adresse auf der eGK. Die elektronische Speicherung von Notfalldaten und des Medikationsplans auf der eGK sollen folgen.

Verantwortlich für den Aufbau, Betrieb und die Weiterentwicklung der TI ist die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte, kurz gematik. Gesellschafter der gematik sind die Spitzenverbände des deutschen Gesundheitswesens, darunter die KBV, die Bundesärztekammer, der GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Deutsche Apothekerverband.

 

 

Wichtiger Hinweis

Nachdem der Gesetzgeber den Ausstattungszeitraum für Praxen zur Anbindung an die TI durch das E-Health-Gesetz auf den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis 31. Dezember 2018 festgelegt hat, wird die Ärzteschaft durch Pressemeldungen und Angebote der Industrie verunsichert. Mit Kürzung des Honorars ab 1. August 2018 um ein Prozent (zur verpflichtenden Nutzung der TI) im Hinterkopf, fragen immer mehr Praxen bei der KV um Rat.

Die Finanzierungsvereinbarung legt die höchste Pauschale für die Erstausstattung einer Praxis zur Anbindung an die TI für das 3. Quartal 2017 fest, obwohl zum jetzigen Zeitpunkt weder ein Konnektor noch ein Kartenterminal für den Wirkbetrieb zugelassen ist. Diese sollen frühestens im Herbst zertifiziert und zugelassen sein. Praxen können sich demnach erst ab Herbst den erforderlichen Konnektor und das Kartenterminal ordern bzw. durch ihre EDV-Betreuer installieren lassen.

Für Praxen ist zu beachten, dass für die Höhe der Pauschale nicht das Quartal der Bestellung des Konnektors, sondern das Quartal der erstmaligen Nutzung des Konnektors relevant ist. Das heißt, es gilt das Quartal, in dem in der Praxis der erste Online-Abgleich der Versichertenstammdaten erfolgt ist.

Konnektoren und stationäre Kartenterminals

Aktuell bieten verschiedene Softwarehäuser Vorbestellungen mit Rabatten für Frühbucher an. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass die Kosten der Erstausstattung die Höhe der erstattungsfähigen Pauschale nicht überschreiten (siehe nachfolgende Tabelle). Ferner sollte eine langfristige Bindung an Serviceangebote gut überlegt sein.

Konnektoren und stationäre Kartenterminals

Quartal der erstmaligen Nutzung*

Vergütung in Euro

Anzahl der Ärzte in der Praxis (Vollzeitäquivalente)
bis drei
vier bis sechs mehr als sechs
3/2017 3.055,00 3.490,00 3.925,00
4/2017 2.793,00 3.228,00 3.663,00
1/2018 2.557,20 2.992,20 3.427,20
2/2018 2.344,98 2.779,98 3.214,98
ab 3/2018 1.155,00 1.590,00 2.025,00

*) Für die Praxen ist zu beachten, dass für die Höhe der Pauschale nicht das Quartal der Bestellung des Konnektors, sondern das Quartal der erstmaligen Nutzung des Konnektors relevant ist. Das heißt, es gilt das Quartal, in dem in der Praxis der erste Online-Abgleich der Versichertenstammdaten erfolgt ist.

 

 

Source KV RLP official